
Mit dem Thema „Drogenmissbrauch und seine Folgen“ hat sich die Klasse 11BÜA des BerufsschulCampus Ziegenhain in den vergangenen Monaten intensiv beschäftigt. Ziel des Projekts war es, junge Menschen frühzeitig für die Gefahren von Drogen zu sensibilisieren und ihnen die möglichen Folgen für Gesundheit und Lebensweg aufzuzeigen.
Zu Beginn des Schuljahres erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler im naturwissenschaftlichen Unterricht grundlegende Inhalte zum menschlichen Körper. Dabei ging es unter anderem darum, wie Drogen auf Zellen und das Nervensystem wirken. Anschließend vertieften die Lernenden das Thema in Kleingruppen. Sie beschäftigten sich mit der Zusammensetzung verschiedener Drogen, deren Auswirkungen auf die Gesundheit, rechtlichen und sozialen Folgen sowie mit Möglichkeiten der Vorbeugung und Hilfe.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den rechtlichen und sozialen Folgen von Drogenkonsum. Zu diesem Thema erstellten die Schülerinnen und Schüler einen Fragenkatalog, der Ende November bei einem Besuch der Justizvollzugsanstalt Ziegenhain zum Einsatz kam. Dort sprach die Klasse rund zwei Stunden mit zwei Inhaftierten, die zu Haftstrafen zwischen fünf und acht Jahren verurteilt wurden. Die Männer berichteten offen aus ihrem Leben und schilderten, wie Drogenkonsum und falsche Entscheidungen sie schließlich ins Gefängnis führten. Viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich im Anschluss tief beeindruckt und betroffen.
Den Abschluss des Projekts bildete ein schulischer Marktplatz zum Thema Drogen, an dem neben der 11BÜA auch alle fünf Klassen der 10BÜA teilnahmen. Unterstützung erhielten die Lernenden durch externe Fachkräfte. So informierte Andre Baumgarten, Sozialpädagoge der Beratungsstelle Jugend, Drogen und Sucht der Hephata Diakonie, über verschiedene Drogen und berichtete aus seiner Arbeit mit Betroffenen. Ergänzend dazu schilderte ein Klient seine Erfahrungen aus eigener Betroffenensicht. Abschließend gab Frau Brune-Eckert, vor der Jugendgerichtshilfe des Schwalm-Eder-Kreises, Einblicke in die Abläufe vor dem Jugendgericht und erklärte mögliche Folgen von Straftaten für junge Menschen.
Zum Abschluss stellten die Schülerinnen und Schüler der 11 BÜA ihre Ergebnisse vor und beantworteten Fragen der jüngeren Jahrgänge. Damit übernahmen sie eine wichtige Vorbild- und Informationsrolle. Das Projekt zeigte eindrucksvoll, wie schulische Präventionsarbeit durch Praxisnähe und externe Unterstützung an Wirkung gewinnt.